Corona - Stand der Dinge bei versteigerungspool.de sowie den Amtsgerichten in Deutschland

Liebe Besucher und Bieter-Interessenten von versteigerungspool.de.

Die Amtsgerichte sind laufend dabei, Zwangsversteigerungs-Termine neu zu terminieren, durchzuführen, sowie die für solche Termine erforderlichen CORONA-Schutzmaßnahmen festzulegen. Selbstverständlich werden diese immer wieder an die aktuelle Lage angepasst. Amtsgerichte, die bei uns veröffentlichen, unterstützen wir dabei tatkräftig. Sobald Amtsgerichte uns über Schutzmaßnahmen informieren, veröffentlichen wir diese auf der Stammseite des jeweiligen Amtsgerichtes SOWIE auch auf der jeweiligen Objekt-Exposé-Seite.

Wir bitten Sie, vor der Wahrnehmung eines Versteigerungs-Termins im Amtsgericht, die aktuellen Informationen zu den CORONA-Schutzmaßnahmen auf versteigerungspool.de einzusehen. Die Einhaltung der Schutzmaßnahmen gewährleistet den Schutz vor Covid-19 für Sie als Bietinteressent und alle anderen Teilnehmer der Versteigerung, sowie eine Entlastung der Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger.

Wenn Sie weitergehende fachliche Fragen zu Zwangsversteigerungen haben, finden Sie in unserem Fachforum "zv-forum.de" wertvolle Antworten. Wir bitten sie dabei um Verständnis, dass wir für diese Informationen keine Gewähr bzgl. Vollständigkeit oder inhaltliche Fehler geben können.

Wir halten Sie auf diesem Weg weiterhin auf dem Laufenden. 

Bleiben Sie gesund!
Ihr Team von versteigerungspool.de

Ablauf der Zwangsversteigerung

Das Kernstück des Zwangsversteigerungsverfahrens ist der Versteigerungstermin. Dieser ist öffentlich und gliedert sich in drei große Abschnitte:

1. Bekanntmachungsteil

In diesem ersten Abschnitt des Termins (Bekanntmachungsteil), der der Vorbereitung der folgenden Versteigerung dient, erfolgen eine Reihe von Bekanntmachungen und Hinweisen über Grundstücksnachweisungen, z. B. Grundbuchinhalt (welche Rechte bleiben bestehen und sind zu übernehmen), die betreibenden Gläubiger und deren Ansprüche, den Zeitpunkt der ersten wirksamen Beschlagnahme, den festgesetzten Verkehrswert, bestehende  Miet- und Pachtverhältnisse und Kündigungsbedingungen. Im Anschluss hieran wird das geringste Gebot mit den sonstigen Versteigerungsbedingungen aufgestellt und verlesen.

Das geringste Gebot wird im Versteigerungstermin nach Anhörung der anwesenden Beteiligten unter Bezeichnung der einzelnen Rechte festgestellt. Es setzt sich zusammen aus dem geringsten Bargebot und den bestehen bleibenden Rechten, die der Erwerber übernehmen muss. Ein Recht bleibt dann bestehen, wenn es dem Recht des die Versteigerung betreibenden Gläubigers im Range vorgeht und muss dann vom Ersteher übernommen werden.

Geringstes Gebot und Versteigerungsbedingungen bilden die maßgeblichen Grundlagen für die Versteigerung und für die Gebote der Erwerbsinteressenten. Der Rechtspfleger hat die Beteiligten und die Bietinteressenten über die Bedeutung eines abgegebenen Gebotes, den Gefahrenübergang, die zu leistende Sicherheit und wichtige Verfahrensvorschriften umfassend zu belehren. Unter den festgestellten und verlesenen Bedingungen wird dann zur Abgabe von Geboten aufgefordert.

2. Bietstunde

Im zweiten Abschnitt des Versteigerungstermins (Bietstunde), der unmittelbar nach der Aufforderung zur Abgabe von Geboten beginnt, findet eine mindestens 30 Minuten dauernde Bietzeit statt. Hier können durch Bietinteressenten aber auch durch die Beteiligten selbst Gebote abgegeben werden. Diese erfolgen als Bargebote, d. h. die bestehen bleibenden Belastungen sind nicht enthalten, aber Kraft Gesetzes zusätzlich zu übernehmen. Jeder Bieter muss daher beachten, dass er die bestehen bleibenden Rechte zusätzlich zu seinem Bargebot überrnehmen und somit „bezahlen muss“. Die Versteigerung (Bietungsstunde/Bietzeit) dauert solange an, bis nach mindestens 30 Minuten trotz Aufforderung des Gerichts keine weiteren Gebote mehr abgegeben werden. Das letzte bare Meistgebot wird dreimal aufgerufen und danach immer noch mal erneut gefragt ob noch weitere Gebote abgegeben werden, was dann auch noch möglich ist. Erst wenn keine Gebote mehr erfolgen wird die Bietzeit beendet, die Bietungsstunde geschlossen. Es wird sodann das letzte Gebot und der Schluss der Versteigerung verkündet.

3. Verhandlung über den Zuschlag

In dem dritten Abschnitt des Versteigerungstermines (Zuschlagsverhandlung) entscheidet das Gericht entweder im Versteigerungstermin oder in einem zeitnah anberaumten Zuschlagverkündungstermin über den Zuschlag. Hierzu werden die anwesenden Beteiligten (auch der Meistbietende gefragt, ob Erklärungen zum Zuschlag abgegeben werden).

Wenndas Meistgebot 70 % des Verkehrswertes nicht erreicht, kann ein antragsberechtigter Gläubiger die Zuschlagsversagung beantragen. Antragsberechtigt ist derjenige, der beim Ausbieten der 70 %-Grenze etwas oder mehr aus dem Erlös erhalten würde.

Erreicht das Meistgebot nicht 50 % des Verkehrswertes, muss der Zuschlag von Amts wegen versagt werden. In beiden Fällen muss ein neuer Termin von Amts wegen angesetzt werden.

In dem dann neuen Versteigerungstermin kann die Versagung des Zuschlages wegen Nichterreichung der Wertgrenzen nicht noch einmal erfolgen, d. h. im nächsten Versteigerungstermin kann der Zuschlag aus diesen Gründen nicht mehr versagt werden.

Der Zuschlag ist darüber hinaus zu versagen, wenn der bestbetreibende Gläubiger die einstweilige Einstellung vor der Zuschlagserteilung bewilligt. Hier kommt es nur dann zu einem neuen Termin, wenn dieser Gläubiger die Fortsetzung des Verfahrens beantragt oder wenn wegen eines weiteren Gläubigers ein neuer Termin anberaumt werden muss.

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