Corona - Stand der Dinge bei versteigerungspool.de sowie den Amtsgerichten in Deutschland

Liebe Besucher und Bieter-Interessenten von versteigerungspool.de.

Die Amtsgerichte sind laufend dabei, Zwangsversteigerungs-Termine neu zu terminieren, durchzuführen, sowie die für solche Termine erforderlichen CORONA-Schutzmaßnahmen festzulegen. Selbstverständlich werden diese immer wieder an die aktuelle Lage angepasst. Amtsgerichte, die bei uns veröffentlichen, unterstützen wir dabei tatkräftig. Sobald Amtsgerichte uns über Schutzmaßnahmen informieren, veröffentlichen wir diese auf der Stammseite des jeweiligen Amtsgerichtes SOWIE auch auf der jeweiligen Objekt-Exposé-Seite.

Wir bitten Sie, vor der Wahrnehmung eines Versteigerungs-Termins im Amtsgericht, die aktuellen Informationen zu den CORONA-Schutzmaßnahmen auf versteigerungspool.de einzusehen. Die Einhaltung der Schutzmaßnahmen gewährleistet den Schutz vor Covid-19 für Sie als Bietinteressent und alle anderen Teilnehmer der Versteigerung, sowie eine Entlastung der Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger.

Wenn Sie weitergehende fachliche Fragen zu Zwangsversteigerungen haben, finden Sie in unserem Fachforum "zv-forum.de" wertvolle Antworten. Wir bitten sie dabei um Verständnis, dass wir für diese Informationen keine Gewähr bzgl. Vollständigkeit oder inhaltliche Fehler geben können.

Wir halten Sie auf diesem Weg weiterhin auf dem Laufenden. 

Bleiben Sie gesund!
Ihr Team von versteigerungspool.de

Zwangsversteigerung wird durch Notarvertrag mit Ausschluss verhindert

04.10.2021 Familienstreit - kein Versteigerungsgrund eines gemeinsamen Grundeigentums

(IP) Bei der Begründung gemeinschaftlichen Eigentums an einem Grundstück durch Familienmitglieder besteht die Möglichkeit im Notarvertrag die Möglichkeit zur Aufhebung dieser Gemeinschaft auszuschließen. Sollten die Eigentümer in familiäre Streitigkeiten geraten, kann allein dadurch nicht das Recht zur Beendigung der Gemeinschaft und der Versteigerung des Anwesens abgeleitet werden, so eine Entscheidung des Landgerichts Frankenthal.

Im vorliegenden Fall hatten Eltern und Tochter im Jahr 2012 zusammen ein Anwesen neben dem elterlichen Haus erworben. Hierbei handelte es sich um die Erfüllung des Jugendtraums der Tochter Tür an Tür mit den Eltern in einer Art Mehrgenerationenhaus zu wohnen. Laut notariellem Vertrag bestand die Vereinbarung, dass eine Aufhebung der Gemeinschaft bis zum Tod der Eltern von keiner Seite verlangt werden kann.

In späteren Jahren kam es zu Streitigkeiten innerhalb der Familie bis hin zu körperlichen Auseinandersetzungen. Seitens der Tochter war die Grundlage für ein gemeinsames Zusammenleben erschüttert. Daher wollte sie eine Versteigerung des Grundstücks und mit der Klage erreichen, dass von den Eltern die erforderliche Zustimmung erteilt wird.

Die Klage blieb ohne Erfolg. Das Gericht betont, dass zwar jedem Miteigentümer das Recht zur Aufhebung der Gemeinschaft zusteht. Wenn aber - wie in diesem Fall - durch den notariellen Vertrag ein umfassender Ausschluss vereinbart sei, bedürfe es dazu eines ganz besonders wichtigen Grundes. Trotz aller Differenzen müsse zuerst versucht werden, das Anwesen einer anderweitigen Nutzung zuzuführen, bevor die Zwangsversteigerung erfolgen kann. Beispielsweise eine gemeinsame Vermietung oder die Verwaltung durch einen neutralen Dritten. Eine solche Möglichkeit sei nicht erwogen worden.

Das Pfälzische Oberlandesgericht in Zweibrücken hat die Berufung gegen das Urteil abgewiesen und keine Revision zugelassen. Auch die vor dem Bundesgerichtshof geführte Beschwerde blieb ohne Erfolg.

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