Corona - Stand der Dinge bei versteigerungspool.de sowie den Amtsgerichten in Deutschland

Liebe Besucher und Bieter-Interessenten von versteigerungspool.de.

Die Amtsgerichte sind laufend dabei, Zwangsversteigerungs-Termine neu zu terminieren, durchzuführen, sowie die für solche Termine erforderlichen CORONA-Schutzmaßnahmen festzulegen. Selbstverständlich werden diese immer wieder an die aktuelle Lage angepasst. Amtsgerichte, die bei uns veröffentlichen, unterstützen wir dabei tatkräftig. Sobald Amtsgerichte uns über Schutzmaßnahmen informieren, veröffentlichen wir diese auf der Stammseite des jeweiligen Amtsgerichtes SOWIE auch auf der jeweiligen Objekt-Exposé-Seite.

Wir bitten Sie, vor der Wahrnehmung eines Versteigerungs-Termins im Amtsgericht, die aktuellen Informationen zu den CORONA-Schutzmaßnahmen auf versteigerungspool.de einzusehen. Die Einhaltung der Schutzmaßnahmen gewährleistet den Schutz vor Covid-19 für Sie als Bietinteressent und alle anderen Teilnehmer der Versteigerung, sowie eine Entlastung der Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger.

Wenn Sie weitergehende fachliche Fragen zu Zwangsversteigerungen haben, finden Sie in unserem Fachforum "zv-forum.de" wertvolle Antworten. Wir bitten sie dabei um Verständnis, dass wir für diese Informationen keine Gewähr bzgl. Vollständigkeit oder inhaltliche Fehler geben können.

Wir halten Sie auf diesem Weg weiterhin auf dem Laufenden. 

Bleiben Sie gesund!
Ihr Team von versteigerungspool.de

Überragen von Ästen eines Baums des Nachbargrundstücks

26.08.2021 Stärkung des sog. Selbsthilferechts des Eigentümers

(IP) Auf das Grundstück des Beklagten fielen immer wieder Nadeln und Zapfen einer ca.15 m hohen Schwarzkiefer, die sich auf dem Nachbargrundstück befand. Der Nachbar verweigerte das zurückschneiden des Baumes mit der Begründung, dass das Abschneiden der Äste die Standsicherheit gefährde.
Nachdem die Aufforderung zum zurückschneiden der Äste, die auf das Grundstück des Beklagten ragten, erfolglos war, schnitt dieser die Ästen eigenhändig ab. Der Nachbar klagte daraufhin auf Unterlassung.

Der BGH entschied hier zugunsten des beklagten Eigentümers:
Besteht ein Beeinträchtigung des eigenen Grundstück durch Überhang, muss das zurückschneiden der Äste geduldet werden, auch wenn dadurch der Verlust der Standfestigkeit oder das Absterben des Baumes droht.

Der Gesetzgeber vertritt die Ansicht, dass das Selbsthilferecht des hier maßgeblichen § 910 Abs. 1 BGB einfach und verständlich sein muss und unterliegt daher keiner Verhältnismäßigkeits- oder Zumutbarkeitsprüfung.

Außerdem muss der Eigentümer eines Grundstücks im Rahmen der ordnungsgemäßen Bewirtschaftung seines Grundstücks Sorge tragen, das keine Ästen über die Grundstücksgrenze hinaus auf ein Nachbargrundstück wachsen. Wird dieser Verpflichtung nicht nachgekommen, kann auch unter Verweis, dass der Baum abzusterben droht, nicht verlangt werden, dass der Nachbar das Abschneiden unterlässt und eine Grundstücksbeeinträchtigung hinnimmt.

Durch naturschutzrechtliche Regelungen, etwa durch Baumschutzsatzungen oder -verordnungen, besteht die Möglichkeit, dass das Selbsthilferecht eingeschränkt ist.

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