Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Mittwoch, 29. April 2026 um 13:30 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Sinzig, Sitzungssaal 23, Barbarossastraße 21, 53489 Sinzig öffentlich versteigert werden:

Lfd. Nr. 1: Verkehrswert: 45.000,00 €
Lfd. Nr. 2: Verkehrswert: 106.000,00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

weitere Verkehrswerte gelten
Verkehrswert
45.000,00 € u.w.
Versteigerungstermin
29.04.2026, 13:30 Uhr
Aktenzeichen
6 K 5/25
Versteigerungsart
Zwangsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
31.07.25
Besichtigungsart
Innen- und Außenbesichtigung
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung Gutachten

Objektdaten

BalkonGarageDuscheBadewanne
Objekttyp
Sonstige Wohnung
Heizungsart
Zentralheizung
Objektzustand
baujahresgemäß
Baujahr
1957, 1984
Verfügbarkeit
eigen genutzt

Objektbeschreibung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um zwei Wohnungen (eine im Altbau, SE- Nr. 1, eine im Neubau, SE-Nr. 2) jeweils mit Garage. Für die mehrere land- und forstwirtschaftliche Flächen kommt es nicht zur Versteigerung.

Besichtigung

Das Objekt wurde im Rahmen eines Ortstermins am 31.07.2025 besichtigt. Die Gebäude und Grundstücke wurden in Augenschein genommen und aufgemessen; Funktionsprüfungen erfolgten nicht. Der Kriechkeller des Altbaus konnte aufgrund Zugänglichkeit nicht von innen begangen werden. Ergänzend wurden die Bewertung relevanter Gebäudeteile anhand von Unterlagen und Grundrissplänen vorgenommen.

Wohnung Nr. 1 (Altbau)

Die Wohnung Nr. 1 erstreckt sich über Erd- und Obergeschoss eines im Kern 1957 umgebauten, ursprünglich älteren Gebäudes (fiktives Baujahr laut Bewertung: 1949). Insgesamt stehen ca. 99,4 m² Wohnfläche zur Verfügung, aufgeteilt in Wohnzimmer, Schlafzimmer, zwei weitere Schlafzimmer im Obergeschoss, Küche, Flur, Diele, Bad und einen kleinen Austritt/Balkon. Der Grundriss entspricht in weiten Teilen modernen Anforderungen, jedoch sind einige Bereiche (u. a. das Bad, lichte Raumhöhen, einseitig fehlende Heizkörper) eingeschränkt. Zugänglich von außen ist ein wohnungsergänzender Abstellraum mit abgeteiltem Duschbad. Die Ausstattung ist einfach bis durchschnittlich, teils überaltert (Fenster, Elektro, Badausstattung), einige Modernisierungen wurden durchgeführt (z. B. Laminatboden, vereinzelt neue Fenster/Türen). Der bauliche Zustand ist leicht vernachlässigt.

Wohnung Nr. 2 (Neubau)

Die Wohnung Nr. 2, im Jahre 1984 durch Umnutzung eines Stall-/Scheunengebäudes entstanden (fiktives Baujahr 1976), umfasst ca. 114,5 m² Wohnfläche. Der Grundriss besteht aus Diele, Wohnzimmer, Esszimmer, Schlafzimmer, Küche, Flur, Bad, Abstellraum und Balkon. Im Erdgeschoss ist eine große Diele vorhanden. Zur Wohnung gehören außerdem eine Doppelgarage und drei wohnungsergänzende Abstellräume bzw. Kellerräume. Der Zustand ist insgesamt durchschnittlich, es bestehen diverse Gebrauchsspuren, Risse, beschädigte Fliesen, Feuchtigkeit und einzelne Sanierungsbedarfe.

Das Gebäude (Alt- und Neubau) ist zweigeschossig, Altbau teilunterkellert. Die Gebäudehülle ist verputzt, das Dach als Satteldach ausgebildet. Die Holzfenster im Altbau sind überwiegend einfach verglast und sanierungsbedürftig. Das Gemeinschaftseigentum befindet sich in durchschnittlichem Zustand, mit altersbedingten Mängeln (Dach, Fassade, Feuchtigkeit).

Weitere Gebäude

  • (Gemeinschafts-)Garage am Wohnhaus, massiv, mit Pultdach, befindet sich in vernachlässigtem Zustand (Feuchtigkeitsschäden, Putzrisse, einfache Ausführung), ohne wertrelevanten Ansatz.

Nutzung

Zum Wertermittlungs-Stichtag war die Wohnung Nr. 1 von den Eltern des Eigentümers eigengenutzt, Wohnung Nr. 2 vom Eigentümer selbst bewohnt.


Ausstattung

  • Satteldächer auf Alt- und Neubau (Altbau: Ziegel- oder Betondachsteineindeckung; teilw. Zwischensparrendämmung; Neubau teilw. Flachdach mit Bitumen).

  • Zentralheizung mit gemeinschaftlichem Ölheizkessel (Bj. 1984) und Kunststofftanks im Heizungsraum (rechtlich Gemeinschaftseigentum); Wohnung 1: Heizkörper, Wohnung 2: Fußbodenheizung (OG).

  • Warmwasser: Wohnung 1 dezentral, elektrisch (Durchlauferhitzer/Kleinspeicher), Wohnung 2 über zentrale Heizung mit separatem Warmwasserspeicher.

  • Elektroinstallation überaltert (insbesondere Wohnung Nr. 1).

  • Böden: Fliesen, Laminat, Kunststoffbeläge, Holzdielen, Estrich in Nebenräumen, Fliesen in Garagen.

  • Fenster: Altbau überwiegend einfach verglaste Holzfenster (sanierungsbedürftig), vereinzelt neue Kunststofffenster, Neubau isolierverglaste Kunststofffenster und Dachflächenfenster.

  • Sanitärausstattung: Wohnung 1 mit ursprünglichem Bad (rosafarben, klein, einfach, Stand-WC, Badewanne) und separat abgeteiltem Duschbad (beige, eher durchschnittlich), Wohnung 2 mit durchschnittlicher Badezimmereinrichtung (cremefarben, Wanne, Hänge-WC, Bidet), gefliesten Wänden.

  • Türen: überwiegend Holztüren, Außentüren teils erneuert.


Sonstiges

Diese Zwangsversteigerung weist folgende Besonderheit auf: Das oben beschriebene Objekt wird gemeinsam mit einem oder mehreren anderen Objekten versteigert. Dies ist ersichtlich aus den Versteigerungsdaten / Terminsbestimmung (siehe oben). Dabei besteht die Möglichkeit, die Versteigerungsobjekte einzeln oder in einem Gesamtgebot zu ersteigern. Das wird sich jedoch erst beim Versteigerungstermin ergeben und vom Rechtspfleger bekannt gegeben. Nähere Informationen hierzu erfragen Sie bitte bei Gericht, dem Gläubiger oder dem vom Gläubiger beauftragten Vertreter/Makler. Wenn hier kein bzw. nur eines der vorhandenen Gutachten zum Download zur Verfügung gestellt wurde, können alle Gutachten unter dem jeweiligen Aktenzeichen oder beim Amtsgericht eingesehen werden.

Lage

Dedenbach (ca. 480 Einwohner), Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz, im Brohltal (Verbandsgemeinde, ca. 19.400 Einwohner)

Das Bewertungsobjekt liegt in Dedenbach am Ortsrand. Die Kapellenstraße ist eine wenig befahrene Anliegerstraße, die Wohnlage als durchschnittlich einzustufen. Die Nachbarschaft besteht hauptsächlich aus Einfamilienhäusern und Hofstellen, teils in offener, teils geschlossener Bebauung. Wertbeeinträchtigende Einflüsse durch Industrie, Gewerbe oder Verkehr bestehen nicht.

Im Umkreis sind die wichtigsten Infrastruktureinrichtungen: Ein Kindergarten ist im Nachbarort Königsfeld (2,5 km), die Grundschule in Schalkenbach (4,5 km). Weiterführende Schulen sind mit dem Bus in Niederzissen oder Sinzig erreichbar (6-11 km). Einkaufsmöglichkeiten bestehen in Niederzissen (6 km), eine Bushaltestelle ist rund 350 m entfernt. Autobahnanbindung zur A61 in ca. 6 km, Nahverkehrsanschlüsse (Zug) in Sinzig und Bad Neuenahr (12-15 km).


Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

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Alle oben gemachten Angaben ohne Gewähr.