Versteigerungsdaten/Terminsbestimmung
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Donnerstag, 4. Dezember 2025 um 11:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Stendal, Saal 112, Scharnhorststraße 40, Haus E, öffentlich versteigert werden:
Verkehrswert: 1,00 €
Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.
- Verkehrswert
- 1,00 €
- Versteigerungstermin
- 04.12.2025, 11:00 Uhr
- Aktenzeichen
- 7 K 11/24
- Versteigerungsart
- Zwangsversteigerung
- Wertermittlungsstichtag
- 11.05.22
- Besichtigungsart
- Außenbesichtigung
- Wertgrenzen
- gelten
Objektdaten
- Objekttyp
- Einfamilienhaus
- Wohnfläche
- 75 m²
- Grundstücksfläche
- 128 m²
- Heizungsart
- Ofen
- Objektzustand
- abbruchreif
- Baujahr
- ca. 1750
- Verfügbarkeit
- leerstehend
- Anzahl Etagen
- 2
- kombinierte Wohn-/Nutzfläche
- 75.00 m²
Objektbeschreibung
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein denkmalgeschütztes Fachwerk-Einfamilienhaus mit Nebengebäude.
Besichtigung
Das Objekt wurde am 11.05.2022 ausschließlich von außen besichtigt. Das Grundstück konnte nicht betreten werden; die Bewertung basiert auf äußerlich sichtbaren Merkmalen, Beobachtungen durch Fenster im Erdgeschoss und Annahmen anhand von Plänen sowie Luftbildern.
Gebäude
Das Hauptgebäude ist ein zweigeschossiges Fachwerk-Einfamilienhaus, vermutlich um 1750 errichtet. Das Dachgeschoss ist wahrscheinlich nicht ausgebaut, und das Haus ist vermutlich nicht unterkellert. Modernisierungen sind dem äußeren Eindruck nach nicht erfolgt. Das Gebäude ist direkt an die Straße gebaut, der Hauseingang befindet sich auf der linken Seite der Front und führt ins Erdgeschoss.
Die tragende Konstruktion besteht aus Holzfachwerk mit Ziegelsteinausfachung; straßenseitig verputzt, seitlich unverputzt. Die Innenwände bestehen vermutlich ebenfalls aus Fachwerk oder Lehmwickel in meist schlechtem Zustand. Die Geschossdecken sind schätzungsweise Holzbalkendecken. Die Fenster sind stark beschädigte Holzfenster mit Einfachverglasung, die Haustür ist verzogen und erneuerungsbedürftig. Die Wohnfläche beträgt ca. 75 m², verteilt auf zwei Geschosse.
Das Satteldach besteht aus einer alten Ziegeleindeckung ohne wirksame Wärmedämmung und ist stark verbraucht. Die Fassaden, insbesondere an den Giebelseiten, sind unverputzt und ungeschützt. Der Innenausbau (Böden, Wand- und Deckenbekleidungen, Sanitärausstattung) befindet sich vermutlich vollständig im verbrauchten Zustand. Elektro- und Sanitärinstallationen erscheinen veraltet oder entfernt; geheizt wurde möglicherweise mit Einzelöfen.
Der bauliche Zustand ist als marode und abbruchreif zu bewerten. Sämtliche Gewerke zeigen umfassenden Sanierungsbedarf, insbesondere das Fachwerk ist stark erodiert. Das Objekt steht seit mehreren Jahren leer.
Das Gebäude steht unter Einzeldenkmalschutz, ist Teil einer Gesamtanlage und gilt als archäologisches Flächendenkmal. Für jede Maßnahme ist eine Prüfung durch die Denkmalschutzbehörde erforderlich.
Weitere Gebäude
Auf dem Grundstück befinden sich zwei Nebengebäude, vermutlich ein Schuppen und ein ehemaliger Stall. Diese wurden anhand von Luftbildern identifiziert. Beide sind einfach ausgeführt (Ziegelbau oder Holzständerkonstruktion), das Dach des Schuppens ist ein Flachdach mit Bitumenbahnen, das des Stalls ein Satteldach mit Ziegeldeckung.
Auch die Nebengebäude sind abbruchreif. Die Abriss- und Entsorgungskosten wurden auf ca. 8.000 € geschätzt.
Nutzung
Zum Wertermittlungs-Stichtag war das gesamte Objekt offensichtlich leerstehend.
Ausstattung
Sonstiges
Lage
Standort: Werben (Elbe), ca. 1.017 Einwohner, Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt.
Mikrolage/Wohnlage: Das Grundstück liegt unmittelbar im historischen Stadtkern in einer engen Wohnstraße mit Kopfsteinpflaster, umgeben von zwei-geschossigen Einfamilienhäusern teils in Fachwerkbauweise. Die Umgebung ist denkmalgeprägt, beengte aber gute Wohnlage.
Beeinträchtigungen: Es bestehen keine außergewöhnlichen Immissionen. Das allgemeine Interesse am Standort ist als gering einzuschätzen, das lokale Bodenrichtwertniveau ist sehr niedrig. Bedingt durch Denkmalschutz, archäologisches Flächendenkmal und Lage im Sanierungsgebiet bestehen weitreichende baurechtliche Restriktionen.
Infrastruktur: Grundversorgung mit Geschäften des täglichen Bedarfs, Schulen, Freizeit- und öffentlichen Einrichtungen ist im Ort vorhanden, umfangreichere Versorgung in den umliegenden Städten. Es gibt eine Bushaltestelle im Ort.
Grundstück: 128 m², kleiner Zuschnitt, umlaufend grenzbebaut, Grundriss durch Innenhofstruktur geprägt. Bewuchs wird als überwuchert angenommen, Außenanlagen ungepflegt.
Ansprechpartner oder Gläubiger/-vertreter
Verbandsgemeinde Arneburg Goldbeck vertr. durch den Verbandsgemeindebürgermeister, An der Zuckerfabrik 1, 39596 Goldbeck
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