Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Mittwoch, 24. Juni 2026 um 9:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Trier, Sitzungssaal 230, Justizstraße 2,4,6, 54290 Trier öffentlich versteigert werden:

Verkehrswert: 205.000,00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

Verkehrswert
205.000,00 €
Versteigerungstermin
24.06.2026, 09:00 Uhr
Aktenzeichen
23 K 118/24
Versteigerungsart
Zwangsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
01.07.25
Besichtigungsart
Innen- und Außenbesichtigung
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung Gutachten

Objektdaten

ScheuneKellerAbstellraumGarageSpeicher/Dachboden
Objekttyp
Wohnhaus
Wohnfläche
158.09 m²
Grundstücksfläche
2215 m²
Heizungsart
Zentralheizung
Objektzustand
renovierungsbedürftig
Baujahr
1750
Verfügbarkeit
leerstehend

Objektbeschreibung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um das Wohnhaus mit Garage und Stall/Scheune.

Besichtigung

Das Objekt wurde am 29.04.2025 uneingeschränkt besichtigt. Die Bewertung stützt sich sowohl auf die in Augenscheinnahme sämtlicher Gebäudeteile als auch auf vorliegende Unterlagen und Flächenaufmaße.


Gebäude

Wohnhaus (Baujahr 1913)

Das Wohnhaus aus dem Jahr 1913 ist ein massiv gebautes, vollständig unterkellertes Einfamilienhaus mit einfacher, dem Baujahr entsprechender Architektur und funktionaler Grundrissgestaltung. Die Wohnfläche beträgt ca. 158 m², verteilt über Erdgeschoss, Obergeschoss und nicht ausgebautes Dachgeschoss. Die vorhandene Raumaufteilung weist auf klassische Wohnnutzung hin, mit mehreren Wohn- und Schlafräumen, Küche, Bad sowie Abstellflächen. Die Belichtung ist allgemein gut, dennoch ist das Haus insgesamt in einem stark renovierungsbedürftigen Zustand, mit erheblichem Unterhaltungsstau, sichtbaren Feuchte- und Putzschäden, sanierungsbedürftigen Fußböden, Bädern sowie dem Dach.

Das Dach ist als Sattel-/Giebeldach mit Naturschieferdeckung ausgeführt, jedoch ungedämmt und in erheblichem Sanierungsbedarf. Die Fenster sind überwiegend Holz-Iso-Fenster aus den 1980er Jahren. Das Haus ist mit einer Öl-Zentralheizung ausgestattet, Warmwasser wird teils zentral, teils elektrisch erzeugt. In den letzten Jahren wurden nur geringfügige Modernisierungen insbesondere in den 1980er Jahren durchgeführt. Der Gesamteindruck ist als renovierungsbedürftig bis sanierungsbedürftig zu bewerten.

Ehemaliges Wohnhaus (Baujahr 1750)

Dieses Gebäude ist ein Reihenkopfhaus in massiver Bauweise und steht derzeit leer. Die letzte Sanierung hat um 1940 stattgefunden und seither wurden keine nennenswerten Erneuerungen mehr durchgeführt. Das Objekt ist als abbruchwürdig einzustufen, weist massive strukturelle Schäden, erhebliche Riss-, Feuchtigkeits- und Holzwurmschäden auf und ist wirtschaftlich nicht mehr nutzbar. Eine Wohn- oder sonstige wirtschaftliche Nutzung ist aktuell ausgeschlossen; der Wert ist negativ aufgrund des zu erwartenden Abbruchs.

Stall- und Scheunengebäude (Baujahr 1950)

Das Stall- und Scheunengebäude wurde ursprünglich landwirtschaftlich genutzt. Die massive Bauweise aus verschiedenen Mauerwerksarten umfasst Stallbereiche, Scheunen, Maschinenhalle sowie Futterküche auf insgesamt ca. 831 m² Bruttogrundfläche. Das Gebäude ist deutlich sanierungsbedürftig, unterliegt einem umfassenden Unterhaltungsstau und Teile des Daches sind bereits eingebrochen (ca. 1/4 der Dachfläche). Die Belichtung ist durchschnittlich, ursprünglich auf die Nutzung als Wirtschaftsgebäude ausgerichtet. Heizung oder Warmwasserversorgung sind nicht vorhanden. Teilweise ist der Hühnerstall unterkellert. Die Dachform wechselt zwischen Pult- und Satteldach mit Eindeckung aus Welleternit, die zum Teil beschädigt ist und keine Wärmedämmung aufweist.


Nutzung

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Hauptwohnhaus leerstehend, das ehemalige Wohnhaus ungenutzt und als abbruchreif einzustufen, während die Stall- und Scheunengebäude ebenfalls leer standen.


Ausstattung

  • Heizung & Warmwasser: Wohnhaus: Öl-Zentralheizung (Kunststofftanks, Stahlradiatoren), Warmwasserversorgung zentral oder per Elektroboiler

  • Elektroinstallation: teils überaltert und einfach, besonders im Wohnhaus

  • Böden: Mosaikparkett, Holzdielen, PVC-Belag, Teppich, Fliesen (sanierungsbedürftig)

  • Sanitärausstattung Wohnhaus: einfache Ausstattung, Waschbecken, WC, eingebaute Badewanne, der Zustand ist sanierungsbedürftig


Lage

Ittel (ca. 210 Einwohner), Landkreis Trier-Saarburg, Rheinland-Pfalz

Das Objekt befindet sich im Ortsteil Ittel in Ortsrandlage innerhalb einer überwiegend geschlossen bebauten, von Wohn- und vereinzelt gewerblich geprägten Struktur. Die nähere Nachbarschaft weist einfache bis durchschnittliche Einfamilien- und Wirtschaftsgebäude auf. Das Grundstück liegt an einer asphaltierten Gemeindestraße mit mäßigem Verkehr.

Die Infrastruktur in Ittel selbst ist gering ausgeprägt; Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte und Apotheken befinden sich im ca. 4 km entfernten Welschbillig oder im 20 km entfernten Trier. Schulen befinden sich in Trier; ein Kindergarten ist ebenfalls in Welschbillig. Die nächste Autobahn ist ca. 14 km entfernt, die nächste Bundesstraße 5 km. Der ÖPNV ist in einfacher Form im Ort vorhanden.

Das Grundstück weist eine leichte Hanglage in Dreiecksform mit ca. 80 m Straßenfront und ca. 40 m mittlerer Tiefe auf. Die Einfriedung besteht aus Mauern, der Baugrund ist normal tragfähig (Bodenklasse 3). Bewuchs wird nicht explizit erwähnt.


Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

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