Versteigerungsdaten/Terminsbestimmung
Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft soll am Mittwoch, 19. August 2026 um 13:30 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Sinzig, Sitzungssaal 23, Barbarossastraße 21, 53489 Sinzig öffentlich versteigert werden:
Lfd. Nr. 1: Nebengebäude (Flurstück Nr. 60), Verkehrswert: 1.970,00 €
Lfd. Nr. 2: Wohnhaus (Flurstück Nr. 62), Verkehrswert: 99.000,00 €
Lfd. Nr. 3: Flurstück bebaut mit Wohnhaus (Flurstück Nr. 63), Verkehrswert: 2.210,00 €
Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.
- Verkehrswert
- 103.180,00 €
- Versteigerungstermin
- 19.08.2026, 13:30 Uhr
- Aktenzeichen
- 6 K 11/25
- Versteigerungsart
- Teilungsversteigerung
- Wertermittlungsstichtag
- 14.10.25
- Besichtigungsart
- Innen- und Außenbesichtigung
- Wertgrenzen
- gelten
Objektdaten
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Wohnfläche
- 170 m²
- Grundstücksfläche
- 70 m²
- Heizungsart
- Elektroheizung
- Objektzustand
- sanierungsbedürftig
- Baujahr
- ca. 1940
- Verfügbarkeit
- leerstehend
Objektbeschreibung
Bei den Versteigerungsobjekten handelt es sich um drei Grundstücke: Ein kleines Grundstück mit einem alten Nebengebäude/Lagerfläche (Flurstück 60), ein mit einem zweigeschossigen Wohnhaus bebautes Grundstück (Flurstück 62) und ein überwiegend mit dem Wohnhaus überbautes Grundstück (Flurstück 63).
Besichtigung
Das Objekt wurde im Rahmen eines Ortstermins von außen und innen besichtigt. Einzelne Bereiche wie der Kriechkeller konnten nicht betreten werden. Die Bewertung erfolgte auf Basis der Ortsbesichtigung sowie unter Hinzuziehung von Bauunterlagen, Grundbuchauszug, Bodenrichtwerten und Fachliteratur.
Gebäude (Markt 13, Grundstück lfd. Nr. 2, Flurstück 62)
Das Hauptgebäude ist ein grenzbebautes, massiv errichtetes, zweigeschossiges Wohnhaus mit einem nicht ausgebauten Dachgeschoss. Das Gebäudealter ist unbekannt, wird aber auf mindestens 80 Jahre geschätzt (fiktives Baujahr infolge geringer Modernisierungen laut Gutachten ca. 1969). 1960 wurde ein Anbau auf dem Nachbarflurstück errichtet. Die Bruttogrundfläche beträgt 310 m², die Wohnfläche ca. 170 m². Die Raumaufteilung ist auf beiden Stockwerken wenig zweckmäßig; im Erdgeschoss befinden sich Flur und 5 weitere Räume, im Obergeschoss Flur, sehr kleines Bad und 5 Räume. Die natürliche Belichtung ist teils ungenügend, die Grundrissgestaltung gilt als unpraktisch.
Das Dach ist als Satteldach in Holzkonstruktion mit Pfanneneindeckung ausgebildet. Modernisierungen wurden nur vereinzelt begonnen, der generelle Allgemeinzustand ist als schlecht zu bewerten, diverse Bereiche erfordern grundlegende Modernisierung und Fertigstellung. Das Gebäude weist Feuchtigkeitsschäden, Rissbildungen, Putzabplatzungen und deutlichen Unterhaltungsstau auf. Es handelt sich um einen Sanierungsfall und ist nicht bewohn- oder vermietbar.
Weitere Gebäude
Das Grundstück lfd. Nr. 1 (Flurstück 60 mit 46 m²) ist mit einem alten, an der Grundstücksgrenze gelegenen Nebengebäude aus Naturstein bebaut, das als einfache Lagerfläche dient. Ein Teilbereich (18 m²) ist mit dem Nachbargebäude überbaut und durch eine Grunddienstbarkeit dauerhaft entzogen. Diese Fläche ist wirtschaftlich nicht nutzbar und wertneutral angesetzt. Das Nebengebäude ist einfach und hat keinerlei Wohnwert.
Grundstück
Das Bewertungsflurstück lfd. Nr. 3 (Flurstück 63 mit 57 m²) grenzt unmittelbar östlich an das Hauptgrundstück an, ist eben und schmal rechteckig zugeschnitten. Es ist weitgehend mit dem Gebäude von Flurstück 62 überbaut und damit eingeschränkt nutzbar. Im Wesentlichen handelt es sich um eine kleine, nicht selbstständig nutzbare Grün- oder Freifläche ohne eigenständige Bebauungsmöglichkeit.
Nutzung
Zum Wertermittlungs-Stichtag war keine der Einheiten vermietet oder eigengenutzt, alle Grundstücke und das Gebäude stehen leer. Das Wohngebäude ist aufgrund des Zustandes nicht bewohn- oder vermietbar.
Ausstattung
Dachform: Satteldach, Holzkonstruktion, Pfanneneindeckung
Heizung: Keine Zentralheizung vorhanden; Beheizung nur mittels Elektro-Einzelöfen
Elektroinstallation: Veraltete Installation, teilweise sanierungsbedürftig
Böden: Fliesen, Vinyl, teilweise ohne Belag
Fenster: Überwiegend Kunststofffenster mit Isolierverglasung, teils noch Einfachverglasung, Holztüren
Sanitärausstattung: Einfach, ein sehr kleines Bad mit Stand-WC, Handwaschbecken und Wanne
Sonstiges
Diese Zwangsversteigerung weist folgende Besonderheit auf: Das oben beschriebene Objekt wird gemeinsam mit einem oder mehreren anderen Objekten versteigert. Dies ist ersichtlich aus den Versteigerungsdaten / Terminsbestimmung (siehe oben). Dabei besteht die Möglichkeit, die Versteigerungsobjekte einzeln oder in einem Gesamtgebot zu ersteigern. Das wird sich jedoch erst beim Versteigerungstermin ergeben und vom Rechtspfleger bekannt gegeben. Nähere Informationen hierzu erfragen Sie bitte bei Gericht, dem Gläubiger oder dem vom Gläubiger beauftragten Vertreter/Makler. Wenn hier kein bzw. nur eines der vorhandenen Gutachten zum Download zur Verfügung gestellt wurde, können alle Gutachten unter dem jeweiligen Aktenzeichen oder beim Amtsgericht eingesehen werden.
Lage
Kempenich, Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz, ca. 1.900 Einwohner.
Mikrolage und Wohnlage:
Die Grundstücke befinden sich in mittlerer, zentraler Wohnlage in einem Mischgebiet des Ortes. Die Umgebung ist geprägt von älteren, oft zweigeschossigen Wohnhäusern, teils mit gewerblicher Nutzung. Ein Nebengebäude steht direkt auf der Grundstücksgrenze. Das Wohnhaus liegt an der Ausfall- und Ortsdurchfahrtsstraße (Markt), mit leichter Hanglage. Die Nahversorgung ist zu Fuß erreichbar, Bushaltestelle ist in der Nähe. Öffentliche Plätze sind eingeschränkt verfügbar. Der Verkehr wird als ortsüblich, aber nicht stark belastend beschrieben.
Schulen, Kindergärten, Ärzte, Einkauf, ÖPNV:
Kindergarten, Grundschule, Arzt, Bank und Geschäfte zur Grundversorgung sind direkt im Ort. Weiterführende Schulen und umfangreichere Infrastruktur befinden sich im näheren Umfeld (Mayen, Adenau, Niederzissen, Bad Neuenahr-Ahrweiler). Eine Bushaltestelle ist fußläufig erreichbar. Anbindung an die A61 ca. 9 km, größere Städte (Koblenz, Bonn) innerhalb 45–50 km erreichbar.
Beeinträchtigungen:
Die Grundstücke sind teilweise durch Überbau belastet, wodurch Nutzungs- und Wertminderungen bestehen.
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Alle oben gemachten Angaben ohne Gewähr.


