Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Mittwoch, 16. Dezember 2026 um 9:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Bingen am Rhein, Sitzungssaal 103, Mainzer Straße 52, 55411 Bingen am Rhein öffentlich versteigert werden:

Verkehrswert: 360.000,00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

Verkehrswert
360.000,00 €
Versteigerungstermin
16.12.2026, 09:00 Uhr
Aktenzeichen
42 K 23/24
Versteigerungsart
Zwangsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
10.02.26
Besichtigungsart
Innen- und Außenbesichtigung
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung Gutachten 69 Seiten 5 MB

Wichtige Hinweise

Objektdaten

BalkonKellerGarten/-mitbenutzungTerrasseStellplatzDuscheBadewanne
Objekttyp
Sonstige Wohnung
Wohnfläche
136 m²
Heizungsart
Zentralheizung
Objektzustand
renovierungsbedürftig
Baujahr
1992
Verfügbarkeit
leerstehend
Anzahl Etagen
2

Objektbeschreibung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um das Sondereigentum an er Wohnung im Aufteilungsplan bezeichnet mit SE-Nr. 2.

Besichtigung:

Das Objekt wurde am 10.02.2026 uneingeschränkt innen und außen besichtigt. In die Bewertung flossen außerdem Bauakte, Grundbuch, Teilungserklärung, Flurkarte, Fotos und weitere Unterlagen ein.

Wohnung

Die zu versteigernde Einheit ist die Wohnung Nr. 2 mit ca. 136 m² Wohnfläche. Sie erstreckt sich über Erdgeschoss, Obergeschoss und den ausgebauten Dachraum und verfügt über einen zweckmäßigen Grundriss. Zur Wohnung gehören unter anderem Wohnbereiche mit Eckkamin, eine Küche, ein Gäste-WC, ein Bad, ein Wintergarten sowie Terrassen- und Balkonflächen; der Dachraum ist als Galerie ausgebaut, wobei die Galerieöffnung mit Leichtbauelementen verschlossen wurde.

Die Belichtung und Belüftung werden als zufriedenstellend beschrieben. Die Besonnung ist aufgrund der Gebäudestruktur und der Fensteranordnung als üblich für eine Wohnnutzung einzuschätzen. Die innere Erschließung erfolgt über massive Treppen mit Fliesen- bzw. Textilbelägen. Insgesamt zeigt die Wohnung deutliche Gebrauchsspuren und teils Vandalismusschäden. Mehrere Türen waren aus den Angeln gerissen, Fenster und Rollläden teilweise beschädigt, eine Fensterscheibe gesplittert. Im Obergeschoss wurde Schimmelansatz festgestellt, im Keller Feuchtigkeitsschäden. Die Einbauküche ist überaltert und stark verschmutzt, die Abzugsanlage war nicht betriebsbereit. Auch die Heizungsanlage erschien nicht betriebsbereit. Der festgestellte Reparaturstau wurde mit 48.800 € berücksichtigt.

Gebäude

Das Gebäude ist eine 1992 errichtete, einseitig angebaute, zweigeschossige Doppelhaushälfte in Massivbauweise mit ausgebautem Dachgeschoss und Unterkellerung. Eine Modernisierung war nicht erkennbar. Das Gemeinschaftseigentum befindet sich in renovierungsbedürftigem Zustand mit allgemeinem Unterhaltungsstau. Die Belichtung und Belüftung werden als durchschnittlich beurteilt.

Zum Baukörper gehören Stahlbetondecken, massive Treppenanlagen sowie ein Satteldach mit Gauben. Das Dachgeschoss ist ausgebaut; die wirtschaftliche Restnutzungsdauer wurde mit 46 Jahren angesetzt. Am Gebäude wurden insbesondere eine Fassade ohne Wärmedämmung, ein mangelhafter unterer Wandabschluss mit fehlendem Putz sowie ein gartenseitig defektes Dachrinnenfallrohr festgestellt. Ein Denkmalschutz besteht nicht.

Nutzung:

Zum Wertermittlungs-Stichtag war die Wohnung leerstehend.

Ausstattung

  • Dachform/Dachdeckung: Satteldach mit Gauben, Holzdachkonstruktion, Dachziegel, Dachgaube rückseitig mit Schieferplatten verkleidet, Metall-Dachrinnen und Fallrohre, Dachdämmung nicht zeitgemäß

  • Heizung & Warmwasser: Gaszentralheizung, zentrale Warmwasserversorgung; in der Wohnung Fußbodenheizung im Erdgeschoss, teilweise zusätzliche Heizkörper, Heizkörper im Dachgeschoss; Klimaanlage als Splitgerät im Obergeschoss; Heizungsanlage offenbar nicht betriebsbereit

  • Elektroinstallation: durchschnittliche Ausstattung

  • Fenster: Holzfenster mit Isolierverglasung, Marmorfensterbänke, Kunststoffrollläden, teilweise mit Elektroantrieb; teils beschädigt

  • Sanitär: Gäste-WC mit Hänge-WC und kleinem Handwaschbecken; Bad mit Dusche, Duschkabine, Handwaschbecken, kurzer Badewanne, Hänge-WC und Urinal

  • Böden: Fliesen in weiten Teilen der Wohnung; Treppe zum Obergeschoss mit Fliesen/Textil; Balkon mit Betonplatten; Terrasse teils Holz, teils Betonsteine; Keller Estrich; Kellertreppe mit Marmorbelag

  • Türen: Eingangstür aus Holz mit Glaseinsätzen, furnierte Innentüren teils mit Glaseinsätzen

Lage

Das Objekt liegt in Schwabenheim mit ca. 2.500 Einwohnern im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz.

Es befindet sich in Ortsrandlage in einer mittleren Wohnlage innerhalb eines von reiner Wohnbebauung geprägten Umfelds, überwiegend mit Ein- bis Zweifamilienhäusern. Trotz der verkehrsberuhigten Anliegerstraße bestehen überdurchschnittliche Immissionen durch Straßenverkehr einer benachbarten Durchgangsstraße. Das Grundstück ist ein Reihengrundstück.

Geschäfte des täglichen Bedarfs sind im Ort vorhanden. Als öffentliches Verkehrsmittel ist Busverkehr genannt; weitergehende Angaben zu Bahnanschlüssen, Schulen, Kindergärten oder Ärzten sind im Gutachten nicht enthalten.

Das Grundstück umfasst 349 m², ist rechteckig zugeschnitten, etwa 10 m breit und ca. 35 m tief. Es steigt von der Straße her von Südwest nach Nordost an und liegt höher als das Straßenniveau. Das Hauptgebäude ist einseitig grenzständig errichtet. Seitlich bestehen Metallzäune, rückseitig eine Mauer mit Holztor; das Tor war aus den Angeln gekippt. Die Außenanlagen mit Stellplätzen in Betonsteinpflaster, Außentreppe und Gartenfläche waren ungepflegt und teilweise verwildert.

Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

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Alle oben gemachten Angaben ohne Gewähr.