Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Montag, 15. März 2027 um 10:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Helmstedt, Saal/Raum E, Stobenstraße 5, 38350 Helmstedt, öffentlich versteigert werden:

Verkehrswert: 50 .000,00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

Verkehrswert
50.000,00 €
Versteigerungstermin
15.03.2027, 10:00 Uhr
Aktenzeichen
8 K 14/25
Versteigerungsart
Zwangsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
05.09.25
Besichtigungsart
Innen- und Außenbesichtigung
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung Gutachten 28 Seiten 2 MB

Objektdaten

KellerGarten/-mitbenutzungTerrasseSpeicher/Dachboden
Objekttyp
Einfamilienhaus
Wohnfläche
190 m²
Grundstücksfläche
1242 m²
Heizungsart
Zentralheizung
Objektzustand
sanierungsbedürftig
Baujahr
1900
Verfügbarkeit
eigengenutzt

Objektbeschreibung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um den 1/2 Anteil an einem Einfamilien-Fachwerkhaus mit Nebengebäuden.

Besichtigung:

Das Objekt wurde am 05.09.2025 innen und außen besichtigt. Die Bewertung stützt sich auf den dabei festgestellten Zustand sowie auf Grundbuch-, Kataster-, Bauakten- und sonstige behördliche Unterlagen; Maße wurden mangels Archivunterlagen aus der Liegenschaftskarte abgeleitet und vor Ort plausibilisiert.

Gebäude

Das zweigeschossige Wohnhaus ist ein unterkellertes Fachwerk- bzw. Steinfachwerkhaus mit nicht ausgebautem Dachgeschoss und einem Ursprung um 1900. Die Bruttogrundfläche wurde mit rund 355 m² angesetzt, die Wohnfläche mit etwa 190 m². Das Erdgeschoss umfasst 3,5 Zimmer, Flur, offene Küche und Duschbad; im Obergeschoss befinden sich 5 Zimmer, Flur, Bad sowie ein separates WC. Die lichten Höhen betragen in Erd- und Obergeschoss jeweils etwa 2,30 m.

Die Grundrissgestaltung wird als durchschnittlich beurteilt; Belichtung und Raumaufteilung entsprechen ebenfalls durchschnittlichen Anforderungen. Das Gebäude verfügt über ein Satteldach mit Holzdachstuhl; das Dachgeschoss ist nicht ausgebaut. Modernisierungen an Fenstern, Elektrik, Leitungen und Innenausbau erfolgten vor 2006, die Fenster stammen laut Unterlagen aus dem Jahr 2006.

Der bauliche Zustand ist insgesamt mangelhaft bis sanierungsbedürftig. Im Keller wurden aufsteigende Feuchtigkeit sowie verrostete Stahlträger der Kappendecke festgestellt; zudem besteht Reparaturbedarf an der Heizung. Außen zeigen sich Schäden am Fachwerk, offene Steinfugen und mangelhafter Fenstereinbau. Innen wurden im Erdgeschoss aufsteigende Feuchtigkeit, Schimmelbildung sowie an mehreren Decken Feuchte- und Durchbruchsschäden festgestellt. Im Obergeschoss bestehen Schäden an Abdichtungen und Verfugungen im Bad mit möglichen Undichtigkeiten. Aufgrund der Bauweise und des vorgefundenen Zustands ist mit weiteren Feuchteschäden sowie möglichem holzzerstörendem Pilzbefall zu rechnen; ausdrücklich besteht Verdacht auf Hausschwamm.

weitere Gebäude

Zum Objekt gehört ein zweigeschossiger Anbau bzw. ein Fachwerk-Nebengebäude, bauzeitlich dem Hauptgebäude zugeordnet. Es handelt sich ursprünglich um Stall und Scheune in Steinfachwerkbauweise mit Satteldach, Holztüren und Holzschiebetor; Belichtung und Stromanschluss sind vorhanden. Der Dachboden weist Holzlattung auf und ist nicht mehr begehbar. Die Nutzfläche des Nebengebäudes wurde zusammen mit Keller und Dachgeschoss des Wohnhauses insgesamt mit rund 176 m² angegeben; für den Anbau selbst wurden überschlägig rund 64 m² Nutzfläche angesetzt. Auch hier besteht Sanierungsbedarf.

Nutzung:

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Wohnhaus eigengenutzt.

Ausstattung

  • Dachform/Dachdeckung: Satteldach mit Holzdachstuhl; Dachdeckung aus Betonsteinen auf Lattung, Ausführung vor bzw. um 1980, Dämmung unbekannt

  • Heizung/Warmwasser: Gas-Zentralheizung im Keller, Baujahr, Funktion und nähere Ausstattung unbekannt; Wärmeübertragung über Flachheizkörper im Erd- und Obergeschoss; Warmwasserbereitung über elektrischen Durchlauferhitzer

  • Elektroinstallation: modernisierte Elektroausstattung, FI-Schutzschalter vorhanden, Zeitpunkt der Modernisierung unbekannt

  • Fenster: Holzfenster mit Sprossenfeld, isolierverglast, Baujahr 2006

  • Sanitär: Erdgeschoss mit Dusche, Waschbecken und WC in Standardausführung; Obergeschoss mit Eckwanne und Dusche sowie separatem WC und Waschbecken, Standardausführung, Wanne aus Kunststoff

Lage

Das Objekt liegt in Jerxheim mit rund 1.100 Einwohnern, im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen.

Es befindet sich innerhalb der Ortslage in einem dörflich geprägten Umfeld mit Mischbebauung aus Wohnen und landwirtschaftlicher Nutzung. Die Straße ist asphaltiert und beleuchtet, einseitig besteht ein Fußweg; die unmittelbare Zufahrt erfolgt über eine Kopfsteinpflasterstraße.

Kindergarten und Grundschule sind im Ort vorhanden. Einrichtungen des täglichen Bedarfs sowie ärztliche Versorgung befinden sich überwiegend in Schöningen. Eine Busverbindung besteht vor Ort; Bahnanschluss besteht ab Helmstedt. Die überörtliche Anbindung erfolgt unter anderem über die B244.

Das Grundstück ist etwa 1.242 m² groß, unregelmäßig rechteckig zugeschnitten, bis etwa 35 m breit und bis etwa 40 m tief. Es ist weitgehend eben und nach Norden erschlossen; Zugang und Zufahrt erfolgen von Norden, wobei ein Teil der tatsächlichen Zufahrt über das nicht mitbewertete Flurstück 99/4 verläuft. Die Gartenflächen sind derzeit nicht bewirtschaftet und überwachsen; vorhanden sind Obstbäume, Rasen, Büsche und Sträucher sowie Hecken, Draht- und Holzeinfriedungen. Weiter bestehen eine südliche Terrasse mit Betoneinfassung, befestigte Wege- und Zufahrtsflächen aus kleinformatigen Granit- und Betonsteinen sowie im Osten ein überdachter, nicht mehr betriebsbereiter Pool ohne Wertansatz.

Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

Ansprechpartner oder Gläubiger/​-vertreter

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