Versteigerungsdaten/Terminsbestimmung
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Dienstag, 10. November 2026 um 10:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Mosbach, Sitzungssaal 1, Lohrtalweg 2, 74821 Mosbach öffentlich versteigert werden:
Lfd. Nr. 1: Doppelhaushälfte, Verkehrswert: 79.500,00 €
Lfd. Nr. 2: Scheune, Verkehrswert: 16.500,00 €
Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.
- Verkehrswert
- 96.000,00 €
- Versteigerungstermin
- 10.11.2026, 10:00 Uhr
- Aktenzeichen
- 3 K 65/25
- Versteigerungsart
- Zwangsversteigerung
- Wertermittlungsstichtag
- 20.03.26
- Besichtigungsart
- Innen- und Außenbesichtigung
- Wertgrenzen
- gelten
Objektdaten
- Objekttyp
- Doppelhaushälfte
- Wohnfläche
- 98 m²
- Grundstücksfläche
- 541 m²
- Heizungsart
- Zentralheizung
- Objektzustand
- sanierungsbedürftig
- Baujahr
- 19. Jh.
- Verfügbarkeit
- eigengenutzt
Objektbeschreibung
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um eine Doppelhaushälfte (Flurstück492) sowie eine Scheune.
Besichtigung:
Das Objekt wurde am 20.03.2026 innen und außen besichtigt. Nicht besichtigt werden konnten der Spitzboden, ein straßenseitiges Zimmer im Erdgeschoss sowie der rückseitig angebaute Schuppen nur von außen; teilweise beruht die Bewertung mangels vollständiger Einsicht und fehlender Planunterlagen auf Unterlagen und Annahmen.
Gebäude
Das Wohnhaus ist ein eingeschossiges, unterkellertes Einfamilienhaus in Doppelhausform mit teilausgebautem Dachgeschoss, geschätzt aus dem 19. Jahrhundert. Es besteht aus Bruchstein-, Mauerwerks- und Holzständerfachwerkkonstruktionen; innen kommen Mischmauerwerk und Holzständerfachwerk vor, die Decken sind teils massiv, teils als Holzbalkendecken ausgeführt. Die Bruttogrundfläche beträgt rund 209,85 m², die Wohnfläche rund 98 m². Das Gebäude ist voll unterkellert; straßenseitig ist ein Teil des Untergeschosses ausgebaut.
Die Raumstruktur ist einfach und nicht zeitgemäß. Erschlossen wird das Haus über eine steile Holzstiege zum Erdgeschoss sowie eine Holztreppe mit Stahlgeländer ins Obergeschoss. Die Grundrissgestaltung ist unökonomisch; im Gebäude bestehen unterschiedliche Bodenniveaus mit Differenzstufen. Böden und Deckenunterseiten weisen Schieflagen auf, die lichte Raumhöhe beträgt teilweise nur etwa 2,0 m. Belichtung und Besonnung sind alters- und bauartbedingt eingeschränkt, bei dreiseitiger Ausrichtung.
Das Dachgeschoss ist nur teilweise ausgebaut und nicht gedämmt; 2022 erfolgte eine teilweise Modernisierung des Innenausbaus. Insgesamt besteht ein mäßiger bis mittlerer Unterhaltungszustand mit erheblichem Sanierungs-, Fertigstellungs- und Modernisierungsbedarf. Der einfache Kellerausbau, auf Putz verlegte Heizungsleitungen und der schadhaft rückseitig angebaute Holzschuppen ohne Wertansatz unterstreichen den einfachen Objektcharakter.
weitere Gebäude
Die separate Scheune steht auf dem zweiten Flurstück und ist als Mauerwerks-/Holzständerfachwerksbau mit teilweise verputzten und gestrichenen Außenflächen sowie teils rohem Mauerwerk ausgeführt. Die Bruttogrundfläche beträgt rund 110,50 m². Im Inneren besteht einfachster Ausbau, teilweise ohne Bodenbefestigung; vorhanden ist eine Holzbalkenzwischendecke. Der Zugang erfolgt über ein zweiflügeliges Holztor.
Das Gebäude befindet sich in vernachlässigtem und schadhaften Zustand. Der südliche Teil ist teilweise als Garage bzw. Abstellraum abgemauert; der Zugang hierzu erfolgt über das Nachbargebäude. Die Stromversorgung erfolgt über eine Freileitung vom Wohnhausgrundstück aus.
Nutzung:
Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Wohnhaus eigengenutzt; die Scheune wurde als Neben- bzw. Lagergebäude genutzt.
Ausstattung
Dachform/Dachdeckung: Wohnhaus mit Satteldach und Tonziegeldeckung, schadhaft; rückseitiger Schuppen mit Pultdach und Ziegeldeckung, schadhaft; Scheune mit Satteldach und Ziegeldeckung
Heizung & Warmwasser: Öl-Zentralheizung; Warmwasserversorgung über die Zentralheizung; Heizungsleitungen teilweise auf Putz verlegt
Elektroinstallation: einfache Ausführung; Elektrounterverteilung vorhanden
Fenster: Holz- und Kunststofffenster mit Isolierverglasung, teilweise noch Einfachverglasung; Kunststoffrollläden; Innen- und Außenfensterbänke
Sanitär: normale, einfache Sanitärinstallation
Lage
Das Objekt liegt in Hardheim, Ortsteil Bretzingen, mit rund 6.800 Einwohnern im Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg.
Die Mikrolage befindet sich innerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils an einer relativ stark frequentierten Durchgangsstraße. Die Umgebung ist überwiegend wohnwirtschaftlich geprägt, die Immissionsbelastung wird als lärmbelastet beschrieben. Das Quartiersimage ist gut, die Parkplatzsituation angespannt.
Kindertagesstätte und Bushaltestelle liegen in unmittelbarer Nähe. Grundschule, weiterführende Schulen, Nahversorgung, ärztliche Versorgung, Apotheke und Krankenhaus befinden sich in moderater Entfernung; ein Regionalbahnhof liegt deutlich weiter entfernt. Die Anbindung an das überörtliche Straßennetz ist funktional.
Die zusammen bewerteten Grundstücke umfassen insgesamt 541 m². Ein Flurstück ist nahezu rechteckig, das andere L-förmig. Das Scheunengrundstück ist nahezu eben; das Hausgrundstück ist im vorderen Bereich eben und steigt im rückwärtigen Bereich sehr steil an. Der Hofbereich ist teilweise befestigt, straßenseitig bestehen Einfriedung, Vorgarten und verwilderte Freiflächen mit Gestrüpp und Baumbestand. Das Wohnhausgrundstück liegt nicht im Überflutungsbereich, das Scheunengrundstück dagegen im Bereich eines Extremhochwassers.
Ansprechpartner oder Gläubiger/-vertreter
BHW Bausparkasse AG, Lubahnstraße 2, 31789 Hameln, GZ.: 2561523852, Frau Laase, Tel.: 05151 183083
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