Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Mittwoch, 7. Oktober 2026 um 9:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Rockenhausen, Sitzungssaal 1, Kreuznacher Straße 37, 67806 Rockenhausen öffentlich versteigert werden:

Verkehrswert: 125.000,00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

Verkehrswert
125.000,00 €
Versteigerungstermin
07.10.2026, 09:00 Uhr
Aktenzeichen
2 K 5/26
Versteigerungsart
Zwangsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
16.03.26
Besichtigungsart
Innen- und Außenbesichtigung
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung Gutachten 69 Seiten 10 MB

Objektdaten

KellerAbstellraumTerrasseSpeicher/DachbodenDusche
Objekttyp
Einfamilienhaus
Wohnfläche
129 m²
Grundstücksfläche
499 m²
Heizungsart
Ofen
Objektzustand
sanierungsbedürftig
Baujahr
1900
Verfügbarkeit
leerstehend
Anzahl Etagen
2

Objektbeschreibung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein freistehendes, zweigeschossiges, teilunterkellertes Einfamilienhaus mit nicht ausgebautem Dachgeschoss, zweigeschossigem Anbau, Garage und Scheune.

Besichtigung:

Das Objekt wurde am 16.03.2026 vollständig innen und außen besichtigt. Die Bewertung beruht im Wesentlichen auf der Ortsbesichtigung und vorhandenen Grundbuch-, Kataster- und Marktdaten, da keine Bauunterlagen und keine Archivunterlagen zum Gebäude vorlagen.

Gebäude

Das Wohngebäude ist ein freistehendes, ausschließlich zu Wohnzwecken genutztes Einfamilienhaus in Massivbauweise mit teilweiser Unterkellerung, zwei Vollgeschossen, nicht ausgebautem Dachgeschoss sowie einem zweigeschossigen Anbau. Das Baujahr des Haupthauses wurde mangels Unterlagen auf etwa 1900 geschätzt, der Anbau auf etwa 1960. Die Brutto-Grundfläche beträgt insgesamt rund 320,27 m², davon entfallen etwa 284,27 m² auf das Bestandsgebäude und 36,00 m² auf den Anbau. Die Wohnfläche wurde mit rund 129,07 m² ermittelt.

Die Raumaufteilung umfasst im Kellergeschoss einen Nutzkeller. Im Erdgeschoss befinden sich ein unbeheizter Vorraum, Diele, Zimmer, Wohnraum, Essbereich, Küche und Bad. Im Obergeschoss sind Flur, Abstellraum, Zimmer, ein weiterer Wohnraum sowie ein Bad vorhanden. Das Dachgeschoss dient als Speicher. Die Grundrissgestaltung ist für das Baualter typisch, jedoch wirtschaftlich nachteilig; insbesondere sind gefangene Räume vorhanden. Hinzu kommen geringe Raumhöhen im Obergeschoss von nur etwa 2,13 bis 2,15 m. Belichtung und Besonnung wurden als gut bis ausreichend beurteilt.

Konstruktiv bestehen Bruchsteinmauerwerk im Keller, Mauerwerkswände, Holzbalkendecken, eine einfache Holztreppe und ein Holzdach mit Sattel- bzw. Giebeldachform und Ziegeldeckung. Das Dachgeschoss ist begehbar und besitzt grundsätzlich Ausbaupotenzial. Modernisierungen wurden nur in geringem Umfang und uneinheitlich vorgenommen; einzelne Maßnahmen blieben unvollendet oder wurden handwerklich mangelhaft ausgeführt. Erkennbar sind modernisierte Kunststofffenster, begonnenes Bad im Obergeschoss sowie leichte Renovierungsansätze.

Der bauliche Zustand ist insgesamt schlecht. Festgestellt wurden unter anderem großflächige Fassaden- und Putzschäden, Rissbildungen, unsachgemäße Fensteranschlüsse, Feuchtigkeit und Ausblühungen im Keller, korrodierte Stahlträger, Putz- und Innenwandschäden, offene oder unvollständige Elektroinstallationen, mangelhafte Bodenaufbauten, beschädigte Anschlussdetails sowie provisorische Ausführungen im Innenbereich. Eine zentrale Heizungsanlage ist nicht vorhanden. Denkmalschutz besteht nicht.

weitere Gebäude

Zur wirtschaftlichen Einheit gehört eine nicht unterkellerte Scheune, die als Kaltlager sowie Abstell- und Lagerfläche genutzt wird. Das Baujahr wurde auf etwa 1900 geschätzt. Es handelt sich um eine traditionelle Mischbauweise mit Außenwänden aus Bruch- und Naturstein, großvolumigem unbeheiztem Innenraum und überwiegend ungeputzten Wandflächen. Die Brutto-Grundfläche beträgt rund 93,75 m².

Die Scheune weist ein ziegelgedecktes Satteldach auf und befindet sich ebenfalls in schlechtem baulichem Zustand. Festgestellt wurden deutlich korrodierte Stahlträger, Feuchteflecken und Unregelmäßigkeiten an Holzbauteilen, provisorische Abstützungen im Innenraum sowie weitere Substanz- und Unterhaltungsdefizite. Die Restnutzungsdauer wurde nur noch kurz eingeschätzt.

Nutzung:

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Objekt leerstehend.

Ausstattung

  • Dachform und Dachdeckung: Haupthaus mit Sattel- bzw. Giebeldach und Dachziegeldeckung; Scheune mit Satteldach und ziegelgedeckter Dachhaut

  • Heizung & Warmwasser: keine zentrale Heizungsanlage; dezentrale Einzelöfen als Festbrennstofföfen, zusätzlich Werkstattofen in separatem Raum sowie elektrische Infrarotheizpaneele; Warmwasser über elektrische Durchlauferhitzer und Elektroboiler

  • Elektroinstallation: durchschnittliche, teils überalterte Ausstattung; je Raum ein Lichtauslass und mehrere Steckdosen; Telefonanschluss; Zählerschrank mit Kippsicherungen und FI-Schutzschalter; teilweise offene Unterputzdosen, unvollständige Installationen und sichtbare Leitungsführungen

  • Fenster: Kunststofffenster mit Doppelverglasung; innere Fensterbänke teils aus Kunststein, teils gefliest; äußere Fensterbänke aus Kunststein

  • Sanitärausstattung: Bad im Erdgeschoss mit eingebauter Wanne, WC und Handwaschbecken, in überalterter Ausstattung; Bad im Obergeschoss mit Dusche, WC und Handwaschbecken, teils begonnen bzw. nicht vollständig fachgerecht fertiggestellt

  • Böden: einfaches Laminat und Fliesen, unter anderem in Wohnräumen, Küche, Fluren und Bädern; teils mit Verformungen, offenen Übergängen und provisorischen Unterbauten

Lage

Das Objekt liegt in Jakobsweiler mit ca. 250 Einwohnern im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz.

Die Mikrolage befindet sich im Ortskern in einfacher Wohnlage an einer Gemeindestraße mit mäßigem Verkehr. Die Umgebungsbebauung ist überwiegend wohnbaulich geprägt. Besondere Beeinträchtigungen wurden nicht festgestellt. Die Scheune steht teilweise in Grenzbebauung.

Geschäfte des täglichen Bedarfs befinden sich in einiger Entfernung, Schulen und Ärzte ebenfalls nicht im unmittelbaren Nahbereich. Eine Bushaltestelle ist in unmittelbarer Nähe vorhanden; der Regionalbahnhof befindet sich in Rockenhausen. Die Anbindung an das überörtliche Straßennetz erfolgt unter anderem über die A63 bei Göllheim.

Das Grundstück ist 499 m² groß, unregelmäßig geschnitten und hängig. Die Außenflächen umfassen Hofbefestigungen, Stützmauer, Gartenanlagen, Pflanzungen und Hausanschlüsse; insgesamt wirkt die Fläche funktional, jedoch mit deutlichen Pflege- und Instandhaltungsrückständen.

Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

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