Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Freitag, 17. April 2026 um 10:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Calw, Sitzungssaal 100, Schillerstraße 11, 75365 Calw öffentlich versteigert werden:

Lfd. Nr. 1 - Abbruchobjekt: Einfamilienhaus mit Scheune, Schuppenanbauten und Nebengebäude; Baujahr vmtl. vor 1914; eigengenutzt
Verkehrswert: 300.000,00 €

Lfd. Nr. 2 - unbebauter Bauplatz: eigengenutzt, mit Zaunanlage und Holzlege
Verkehrswert: 150.000,00 €

Lfd. Nr. 3 - Ackerland: verpachtet, als Landwirtschaftsfläche genutzt
Verkehrswert: 16.800,00 €

Lfd. Nr. 4 - Ackerland: verpachtet, als Landwirtschaftsfläche genutzt
Verkehrswert: 4.600,00 €

Lfd. Nr. 5 - Grünland: verpachtet, als Landwirtschaftsfläche genutzt
Verkehrswert: 2.000,00 €

Lfd. Nr. 6 - landwirtschaftliche Fläche mit Scheune: verpachtet, Baujahr 1987, Baumängel mit lnstandhaltungsrückstau, undichte AußenhülleVerkehrswert: 50.000,00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

weitere Verkehrswerte gelten
Verkehrswert
50.000,00 € u.w.
Versteigerungstermin
17.04.2026, 10:00 Uhr
Aktenzeichen
1 K 28/24
Versteigerungsart
Zwangsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
01.07.25
Besichtigungsart
Teilbesichtigung
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung Gutachten

Objektdaten

Objekttyp
Landwirtschaftliches Objekt
Nutzfläche
161 m²
Grundstücksfläche
9549 m²
Objektzustand
sanierungsbedürftig
Baujahr
1987
Verfügbarkeit
verpachtet

Objektbeschreibung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um eine landwirtschaftliche Fläche (Flurstück Nr. 143, 9.549 m²), bebaut mit einem Maschinen- und Geräteschuppen (Wirtschaftsgebäude/Scheune), die im Außenbereich liegt. Des Weiteren gelangen ein Einfamilienhaus mit Nebengebäuden, ein unbebauter Bauplatz und weitere Landwirtschaftsflächen zur Versteigerung.


Besichtigung

Das Objekt wurde am 14.01.2025 durch eine Ortsbesichtigung in Augenschein genommen. Aufgrund umfangreicher Lagerung von Hausrat, Maschinen, Fahrzeugen und Müll im Schuppen konnten nicht alle Flächen vollständig besichtigt werden. Die Bewertung erfolgte auf Grundlage visueller Eindrücke und bereitgestellter Unterlagen, ohne technische Untersuchungen oder zerstörende Prüfungen.

Gebäude

Das Hauptgebäude ist ein Maschinen- und Geräteschuppen, errichtet 1987 in Holzbauweise mit Betonfundament und Holzverschalung. Der rechteckige Baukörper (ca. 12 × 14 m) ist giebelständig angeordnet und besitzt auf beiden Längsseiten große Schiebetore für Durchfahrtsmöglichkeiten. Der Grundriss ist funktional und beinhaltet eine Tenne mit Luke sowie separate Bereiche für Maschinen/ Geräte und einen Barnbereich (Heulager). Das Gebäude ist nicht unterkellert. Die Fassade besteht aus einer einfachen Holzverkleidung, die stellenweise starke Schäden (Löcher, Undichtigkeiten) aufweist. Die Dachdeckung ist aus asbesthaltigen Wellplatten (Berliner Welle), eine Dachdämmung existiert nicht, der Dachstuhl ist offen. Es wurde kein Denkmalschutz festgestellt und eine energetische Bewertung ist für das unbeheizte Gebäude nicht erforderlich.

Wesentliche Bauschäden und erheblicher Instandhaltungsrückstau bestehen an Fassade und Dach. Die Schiebetore sind schwergängig, der Zustand der Fenster (Holz/ Festverglasung) ist schlecht, mit starker Verwitterung. Der Sanierungsbedarf wird als hoch eingeschätzt.

Grundstück

Das Grundstück umfasst 9.549 m², davon ca. 8.380 m² tatsächlich genutzt als Dauergrünland und ca. 169 m² landwirtschaftliche Betriebsfläche (bebaut). Der Zuschnitt ist trapezförmig, das Gelände nahezu eben. Die Erschließung erfolgt über eine ausgebaute Kreisstraße sowie Feldwege, jedoch ist keine Versorgung durch öffentliche Wasser-, Abwasser-, Strom-, Gas- oder Fernwärmenetze vorhanden. Im Altlastenkataster gibt es keinen Eintrag. Der Bewuchs besteht vorrangig aus Grünland, mit Lagerung von diversen Gegenständen und abgemeldeten Autos.

Nutzung

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Objekt samt Schuppen und Flächen durch einen mündlichen Pachtvertrag verpachtet und wurde als Lagerplatz für landwirtschaftliche Geräte, Maschinen, Fahrzeuge, Heu sowie sonstiges Material genutzt. Das Grundstück ist nicht vermietet, sondern verpachtet.


Ausstattung

  • Satteldach mit asbesthaltigen Dachwellplatten (Berliner Welle), keine Dachdämmung

  • Holztragwerk, Holzverschalung, Betonbodenplatte

  • Holz-Schiebetore mit Schlupftür, Zugang von beiden Längsseiten

  • Holzfestverglasung und Lichtplatten im Dachbereich (Belichtung durch Lichtbänder, Zustand stark verwittert)

  • Keine Heizung, kein Warmwasser, keine sanitären Anlagen

  • Elektroversorgung bisher über tragbares Notstromaggregat, keine feste Elektroinstallation

  • Keine baulichen Außenanlagen oder befestigte Wege


Sonstiges

Diese Zwangsversteigerung weist folgende Besonderheit auf: Das oben beschriebene Objekt wird gemeinsam mit einem oder mehreren anderen Objekten versteigert. Dies ist ersichtlich aus den Versteigerungsdaten / Terminsbestimmung (siehe oben). Dabei besteht die Möglichkeit, die Versteigerungsobjekte einzeln oder in einem Gesamtgebot zu ersteigern. Das wird sich jedoch erst beim Versteigerungstermin ergeben und vom Rechtspfleger bekannt gegeben. Nähere Informationen hierzu erfragen Sie bitte bei Gericht, dem Gläubiger oder dem vom Gläubiger beauftragten Vertreter/Makler. Wenn hier kein bzw. nur eines der vorhandenen Gutachten zum Download zur Verfügung gestellt wurde, können alle Gutachten unter dem jeweiligen Aktenzeichen oder beim Amtsgericht eingesehen werden.

Lage

Oberreichenbach, Ortsteil Oberkollbach (ca. 1.009 Einwohner), Landkreis Calw, Baden-Württemberg

Das Objekt liegt im Außenbereich westlich von Oberkollbach, rund 560 Meter vom Ortsrand entfernt an der „Alten Badstraße“, einer gut ausgebauten Kreisstraße (K 4323). Die Umgebung ist geprägt von landwirtschaftlichen Flächen ohne nennenswerte Nachbarschaftsbebauung, in unmittelbarer Nähe keine Wohnhäuser. Es handelt sich um eine sehr ruhige Lage, vereinzelt mit geringen Verkehrsimmissionen von der Kreisstraße, aber keinen nennenswerten Beeinträchtigungen. Das Grundstück liegt im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord.

Im Ort Oberkollbach sind keine Einrichtungen des täglichen Bedarfs, Ärzte, Schulen oder Kindergärten vorhanden. Die Anbindung an den ÖPNV erfolgt ausschließlich durch Busverbindungen; Bahnhöfe und weiterführende Infrastruktureinrichtungen befinden sich in den nächstgelegenen Städten Calw (ca. 10 km), Bad Liebenzell und Schömberg. Die Verkehrsanbindung über B 296 und K 4323 ist gut, ansonsten liegt das Objekt abgeschieden.

Das Grundstück ist nahezu eben (leichte Topographie), trapezförmig geschnitten mit Breiten von 37,5 bis 47 m und Längen von ca. 49 bis 65 m. Bewuchs ist überwiegend Grünland; an einzelnen Stellen Lagergut, PKW und diverses landwirtschaftliches Material.


Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

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Alle oben gemachten Angaben ohne Gewähr.