Versteigerungsdaten/Terminsbestimmung
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Donnerstag, 9. Juli 2026 um 11:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Bad Kreuznach, Sitzungssaal 2, John-F.-Kennedy-Straße 17, 55543 Bad Kreuznach öffentlich versteigert werden:
Lfd. Nr. 1: freistehendes, teilunterkellertes 1,5 geschossiges Wohnhaus mit angebauter Scheune - Verkehrswert: 119.000,00 €
Lfd. Nr. 2: unerschlossene Freifläche - Verkehrswert: 1.650,00 €
Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.
- Verkehrswert
- 119.000,00 € u.w.
- Versteigerungstermin
- 09.07.2026, 11:00 Uhr
- Aktenzeichen
- 35 K 25/25
- Versteigerungsart
- Zwangsversteigerung
- Wertermittlungsstichtag
- 25.07.25
- Besichtigungsart
- Innen- und Außenbesichtigung
- Wertgrenzen
- gelten
Objektdaten
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Wohnfläche
- 50.64 m²
- Grundstücksfläche
- 366 m²
- Heizungsart
- Zentralheizung
- Objektzustand
- sanierungsbedürftig
- Baujahr
- ca. 1800
- Verfügbarkeit
- leerstehend
Objektbeschreibung
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein freistehendes Wohnhaus mit angebauter Scheune (Flurstück 222/22). Des Weiteren gelangt eine unerschlossene Freifläche zur Versteigerung.
Besichtigung
Das Objekt wurde am 25.07.2025 vor Ort besichtigt. Die Bewertung erfolgte durch Augenschein, ergänzt durch Unterlagen der Gemeinde und Katasterangaben.
Gebäude
Das Wohngebäude wurde um 1800 errichtet, mit einem fiktiven Bewertungsbaujahr 1997 aufgrund von teilweisen Modernisierungen. Es handelt sich um ein 1,5-geschossiges, teilunterkellertes Haus in Massivbauweise mit Fachwerkelementen. Die Grundsubstanz ist auf Bruchstein- und Lehmbasis gegründet. Die Außenwände im Erdgeschoss sind massiv, teils in Holzfachwerk ausgeführt und verputzt, die Innenwände bestehen ebenso überwiegend aus verputztem Fachwerk.
Die Haupträume verteilen sich auf das Kellergeschoss (Nutzfläche, mit Feuchteschäden), das Erdgeschoss (ca. 50,6 m² Wohnfläche: Wohnen, Schlafen, Küche, Arbeiten/Essen) und das Dachgeschoss (unausgebauter Speicher, ca. 17,2 m², ohne Wärmeschutz). Die Holzdielung ist teilweise roh und teils mit PVC oder Fliesen versehen.
Der gesamte Zustand des Gebäudes ist mangelhaft: Es besteht umfassender Renovierungs- und Sanierungsbedarf. Ein erheblicher Mangel besteht im Bereich Dach, Fenster sowie bei der maroden Innen- und Außentreppe (Einsturzgefahr, insbesondere der Treppe zum Dachgeschoss über die Scheune). Die Ausstattungsqualität ist einfach bis veraltet und entspricht in weiten Teilen dem Baujahr. Im Keller wurden teilweise bereits Tragwerksschäden durch Fäulnis dokumentiert.
Weitere Gebäude
Zur Wohnimmobilie gehört eine ehemalige Scheune, seitlich angebaut und ebenfalls nutzbar. Die Scheune ist einfach ausgestattet, die Dachdeckung aus Wellplatten ist undicht, was zu weiteren Bauschäden geführt hat (insbesondere an der Verbindungstreppe ins Dachgeschoss, Nutzung derzeit kaum möglich). Weiterhin gibt es einfache Nebenanlagen wie einen Hühnerstall und einfache Einfriedungen. Der Zustand der Scheune ist vergleichbar schlecht, mit deutlichem Sanierungs- und Renovierungsstau.
Grundstück
Das Grundstück besteht aus zwei Flurstücken:
Flurstück 222/2: 366 m², quadratisch, Hanglage, mit dem Wohnhaus und Scheune bebaut, erschlossen.
Flurstück 217/2: 75 m², rechteckig, leichte Hanglage, unerschlossene Freifläche, zu schmal zur eigenständigen Bebauung.
Beide Grundstücksteile sind von krautigem Bewuchs geprägt. Eine klassische Gartengestaltung wurde nicht angelegt.
Nutzung
Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Wohnhaus leerstehend.
Sonstiges
Diese Zwangsversteigerung weist folgende Besonderheit auf: Das oben beschriebene Objekt wird gemeinsam mit einem oder mehreren anderen Objekten versteigert. Dies ist ersichtlich aus den Versteigerungsdaten / Terminsbestimmung (siehe oben). Dabei besteht die Möglichkeit, die Versteigerungsobjekte einzeln oder in einem Gesamtgebot zu ersteigern. Das wird sich jedoch erst beim Versteigerungstermin ergeben und vom Rechtspfleger bekannt gegeben. Nähere Informationen hierzu erfragen Sie bitte bei Gericht, dem Gläubiger oder dem vom Gläubiger beauftragten Vertreter/Makler. Wenn hier kein bzw. nur eines der vorhandenen Gutachten zum Download zur Verfügung gestellt wurde, können alle Gutachten unter dem jeweiligen Aktenzeichen oder beim Amtsgericht eingesehen werden.
Lage
Simmertal (ca. 1.887 Einwohner) im Landkreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz
Das Objekt befindet sich am Dorfrand, nahe einer Ortsausfallstraße (L230), gelegentlich mit Lärmbelastung. Die Umgebung ist von Wohn- und teils Gewerbenutzung geprägt, meist 1,5- bis 2-geschossig, ortsübliche Mischbebauung. Beeinträchtigungen bestehen hauptsächlich durch die Straßenlage und generelle Immissionen, ein klassisches Wohngebiet liegt nicht vor. Nachbarn sind überwiegend Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Mischbetriebe.
Im Ort selbst sind Grundschule, Kindergarten, kleinere Einkäufe und ärztliche Grundversorgung vorhanden. Weiterführende Schulen befinden sich im benachbarten Kirn und Bad Sobernheim, die nächstgelegene Bahnstation ist in Kirn (ca. 7 km entfernt).
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